Review Ameron Swiss Mountain Resort Davos 2018

Also, ich halte mich kurz: Nachdem ich in der ersten Septemberwoche innert 2,5 Tagen 80 km zu Fuss auf dem Jakobsweg zurückgelegt hatte, frühzeitig wegen meiner mit Blasen übersäten Füsse aufgeben musste, traurig, demotiviert und erschöpft nachhause fuhr, wollte ich dann doch nochmals weg. Ich tauschte meine Wanderschuhe gegen Birkenstocks, meinen Trekkingrucksack gegen einen Rollkoffer, die Trekkinghose gegen Jeansshorts, die Pilgerherberge gegen ein Comfort – Doppelzimmer und anstatt zu Fuss zu gehen, holte ich mein Auto aus der Tiefgarage. Es ging ganz spontan nach Davos. 24 h Luxus, Wellness und gutes Essen wartete auf uns. Im Ameron Swiss Mountain Resort. Hier mein kurzes Review.

Ausstattung: *****

Von aussen gefällt mir das Ameron Swiss Mountain Resort wirklich überhaupt nicht. Es sieht aus wie ein eingerüsteter, moderner Bunker, der sich für immer in Renovation befindet. Gut, habe ich mich vorwiegend drinnen aufgehalten. Es ist der Wahnsinn. Glaub mir, nachdem was ich die Tage vorher erlebt hatte, begann mein kleines, verwöhntes Luxus – Herzchen doch etwas höher zu schlagen. Das Hotel ist wahnsinnig cool eingerichtet. Alles passt perfekt zusammen. Alles schick. Alles top. Da musst du gar nicht mehr raus gehen. Lass dich von den Fotos überzeugen.

Sauberkeit: *****

Service/Personal: ***

Es ist halt schon etwas anders, wenn man sich in einem so grossen Hotel aufhält. Die Atmosphäre ist so gar nicht familiär. Klar, das Personal ist sehr freundlich und macht einen echt guten Job, aber ich musste feststellen, dass mein Herz definitiv für kleinere Hotels schlägt. Ich musste da auch ganz fest an das liebe Fravi – Team in Andeer denken, welches wirklich schwer zu toppen ist. Nichtsdestotrotz überzeugte mich der Barkeeper mit seinen Portwein – Kenntnissen und ich entdeckte meine Liebe für diesen Dessertwein bereits zum zweiten Mal. (Portugal sei Dank!)

Essen: ***

Ich weiss nicht, ob ich das sagen soll… ach, ich tu’s einfach. Wir hatten ein Haar im Essen – im Hauptgang – im Risotto. IGITT!!! Geht gar nicht! Minus 10 Punkte!!! Wie auch immer – es kann passieren, sollte aber wirklich nicht. Dafür gab’s dann zwei Cüpli aufs Haus für uns und lecker war’s trotzdem – vor allem die Käseplatte zum Dessert. Das Frühstücksbuffet war der Wahnsinn und ich habe mich total überessen. Es ist immer so schwierig sich zu entscheiden, was man noch in sich hineinstopfen möchte, wenn die Auswahl so gross und man bereits nach zwei Mal holen satt ist. Das Rührei fand ich nicht so gut, aber das war’s auch schon.

Sauna – Landschaft: ****

Wow! Hat mich total überzeugt! Die Sauna – Landschaft ist wunderschön, super ruhig, mit verschiedenen Saunen, verschiedenen Duschen, einer Lounge, Liegen, einem Ruheraum, frischen Früchten, Zitronenwasser, Ruhe pur, Style pur, Decken, falls man friert. Da war ich nur schon bim Eintreten total tiefenentspannt. Schade ist nur, dass der Sauna – Bereich jeweils erst um 14.00 Uhr öffnet, was ich etwas spät finde – vor allem für die Leute, die abreisen müssen. So konnten wir diesen Bereich am zweiten Tag auch gar nicht mehr nutzen.

Pool – Bereich: ****

Der Pool ist schön gross und man kann gut seine Längen schwimmen. Habe ich zwar aufgrund meiner verletzten Füsse nicht gemacht, aber ich habe die anderen Leute beobachtet. Auch in diesem Bereich gibt es Liegen, doch es ist viel zu laut, (ich weiss nicht, welche Art von Technik dieser Lärm verursachte) um lang da herumzuliegen.

Persönliche Schlussfolgerung

Mein kurzes persönliches Fazit zum Ameron Swiss Mountain Resort: Es war schön und ich hab’s genossen. Sich manchmal etwas Luxus zu leisten ist wirklich nett, aber mir wird’s dann auch schnell zu viel (Reizüberflutung). Ich hatte das Gefühl, alles in meiner Whatsapp – Story dokumentieren zu müssen, um zu zeigen, was ich mir da gerade gönne, aber ehrlich gesagt würde mir auch die Hälfte davon reichen. Weniger ist mehr und klein, aber oho – das ist jedoch nur meine Ansicht. Ansonsten kann ich das Hotel wirklich empfehlen, falls mal jemand die Idee hat, in Davos zu übernachten.

Danke an weekend4two!

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